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Migräne

Die Migräne wird definiert als periodisch auftretende Kopfschmerzen. Frauen leiden häufiger an Migräne als Männer. Das Erkrankungsalter liegt meistens nach der Pubertät zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Als Ursache wird das weibliche Hormon Östrogen genannt. So kann beispielsweise auch die Antibabypille Migräne auslösen. Im Verlauf einer Schwangerschaft oder nach den Wechseljahren tritt dagegen häufig Besserung ein.

Leitsymptome:

  • pulsierende, mäßig starke bis sehr starke, meist einseitige Kopfschmerzen
  • Schmerzen können 3-72 Stunden anhalten
  • Begleitsymptome sind häufig Übelkeit, Erbrechen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit
  • manchmal vorausgehend Aurasymptomatik: dem eigentlichen Kopfschmerzanfall gehen neurologische Reizerscheinungen voraus, meistens sind dies Sehstörungen wie Lichtblitze, Flimmerbilder, Zackenlinien, aber auch Sprechstörungen und halbseitige Kribbel- und Taubheitsgefühle, die sich mit Einsetzen der Kopfschmerzen in der Regel zurückbilden
  • positive Familienanamnese

Auslöser:

  • Hormonell: Menstruationsabhängig; Antibabypille kann Migräne verschlimmern. Es sollte auf ein Präparat mit niedrigem oder keinem Östrogenanteil gewechselt werden.
  • Substanzen wie Alkohol, Rotwein, Käse, Südfrüchte, Schokolade
  • Umwelt: Wetter, Klima, Föhn, direkte Sonnenbestrahlung, Hitze, Flackerlicht, Lärm, Höhe, Kälte, rauchige Räume
  • Verhalten: übermäßige oder andauernde Belastungen sind die häufigsten Auslöser der Migräne. Sie tritt meistens aber erst dann auf, wenn es zu einer Entlastung nach Stress kommt. Ein Beispiel dafür ist die "Wochenendmigräne".
  • Körperliche Anstrengung: übermäßige körperliche Belastung bei der Arbeit oder beim Sport. Bewährtes Gegenmittel: Ausdauersport wie Radfahren, Schwimmen, Laufen, Rudern oder Skilanglauf
  • Schlaf: Abweichung vom gewohnten Schlafrhythmus

Neben einer medikamentösen Behandlung (Akuttherapie und Intervalltherapie/Anfallsprophylaxe) ist es ratsam, die Migräneauslöser zu vermeiden. Eine regelmäßige Lebensführung (Schlaf, Mahlzeiten) und Entspannungsübungen sind hilfreich.


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