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Injektionsakupunktur - Homöosiniatrie

Die Injektionsakupunktur beruht auf den Erkenntnissen des deutschen Arztes August Weihe, der schon 1886 einen Zusammenhang zwischen organisch-seelischen Störungen und schmerzhaften Druckpunkten sah. Diese Weiheschen Druckpunkte behandelte er mit homöopathischen Mitteln. Roger De la Fuye, Arzt und Begründer der französischen Akupunkturbewegung, erkannte dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Übereinstimmung zwischen den Weiheschen Druckpunkten und den Akupunkturpunkten der Traditionellen Chinesischen Medizin. Durch Einspritzung homöopathischer Mittel in diese Akupunkturpunkte entlang der Meridianlaufbahnen bzw. in Organreaktions- oder Narbenstörfelder erzeugte er einen lokalen Reiz, der die Regulationsprozesse im Körper anregen sollte. Er kombinierte so die Wirkung des homöopathischen Präparats mit der Akupunktur. Daraus leitet sich die Bezeichnung Homöosiniatrie ab.

Gemäß den Erkenntnissen der TCM und der Akupunktur stärkt und harmonisiert die Homöosiniatrie den Fluss der Lebensenergie Qi. Voraussetzung ist die Wahl geeigneter Akupunkturpunkte und eines passenden homöopathischen Mittels, die sich in ihrer Wirkung ergänzen. Ein wissenschaftlicher Nachweis für den Wirkmechanismus konnte allerdings bisher nicht erbracht werden.

Wie läuft die Behandlung ab?

Als Nadel kommt eine Kanüle zum Einsatz, durch die das homöopathische Mittel eingespritzt wird. Durch die Injektion entsteht eine Hautquaddel, die über einen Zeitraum von bis zu 48 Stunden den gewünschten therapeutischen Reiz ausübt. Abhängig von der vorherigen Diagnose können pro Sitzung mehrere Quaddeln gesetzt werden. Die Anzahl der Behandlungen richtet sich ebenfalls nach der Diagnose.

Anwendungsbeispiele sind:

  • Bronchitis
  • energetische Blockaden
  • Gelenkschmerzen
  • Gesichtsschmerzen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Magenbeschwerden
  • Menstruationsbeschwerden
  • Nervenschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • allgemeine Schmerzzustände
  • Tinnitus
  • vegetative Beschwerden

Die Homöosiniatrie kann in vielen Fällen als unterstützende Therapie eingesetzt werden. Bei sachgemäßer Anwendung sind Nebenwirkungen kaum zu erwarten. Nicht angewendet werden sollte das Verfahren bei Schwangeren, Kindern und stark geschwächten Patienten. Auch bestimmte Hauterkrankungen, Nervenerkrankungen, schwere psychische Erkrankungen, Blutgerinnungsstörungen oder sehr niedriger Blutdruck schließen eine Behandlung aus.

Anstelle von homöopathischen Mitteln können auch biologische oder pflanzliche Arzneimittel injiziert werden. Auch die Anwendung von Lokalanästhetika kommt in Frage, um Fernwirkungen entlang der Meridiane zu erzielen. Diese Art von Injektionsakupunktur wird auch als Neuraltherapie bezeichnet.


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